Als Geigenbauer baut man natürlich nicht nur Geigen, sondern auch Bratschen und Celli. Im traditionellen Geigenbau wird wie schon vor Jahrhunderten in fast ausschließlicher Handarbeit in vielen Stunden das Instrument vom rohen Holzklotz bis zum fertigen Instrument gebaut.
Ursprünglich sah es einmal so aus......
Eine Grundvoraussetzung für eine gut klingendes Instrument ist die richtige Wahl des Tonholzes. Durch einen glücklichen Zufall kam die Geigenbauwerkstatt Adam über Nachfahren eines vogtl. Geigenbauers in den Besitz von teilweise über 100 Jahre altem abgelagerten Tonholz.
....das neu gebaute "weiße" Cello
Bis zur entgültigen Fertigstellung sind wie bei diesem Cello ungefähr 500 Arbeitsstunden nötig. Es handelt sich um eine Kopie eines italienischen Cellos aus dem 18.Jh
Die Zargenbrettchen werden befeuchtet und unter Hitze mit einem Biegeeisen passend an ein Formbrett, welches den Korpusumriss vorgibt, gebogen.Die fertig gebogenen Zargen werden an die am Formbrett gehefteten Eck-, Ober- und Unterklotz angeleimt. Um eine breitere Leimfläche für Decke und Boden zu erhalten, werden zusätzlich Reifchen gebogen und an die Zargen geleimt.
Bereits beim ersten Anhobeln mit dem Fughobel bekommt man ein Gefühl für die Festigkeit des Holzes. Dies ist wichtig, um die spätere Ausarbeitung der Holzstärke festzulegen. So kann ein langsam gewachsenes Holz mit größerer Festigkeit etwas dünner ausgearbeitet werden. Dementsprechend muß weicheres Holz etwas dicker gelassen werden. Decke und Boden werden gefugt. Nach dem die Grundflächen Plan gehobelt wurden, dient der Zargenkranz als Vorlage zum Aussägen.
Die Wölbung wird erst grob mit einem Ausstecheisen herausgearbeitet, bevor die feinere Arbeit mit einem kleinen Wölbungshobel fortgesetzt werden kann. Unter schräg einfallendem Licht wird nach Augenmaß bestimmt, wie der Geigenbauer die Art der Wölbung gestaltet.
Die eingelegte Ader besteht aus drei Furnierstreifen: Ebenholz/Ahorn/Ebenholz. Der Adergraben wird mit zwei parallel liegenden Messern, die einen seitlichen Anschlag haben (Adergrabenschneider) vorgeritzt. Die feinen Schnitte werden dann mit einem Schnitzmesser vertieft. Das dann in der Mitte liegende Holz wird mit einem Adergrabenausheber herausgeholt. Wie eine Intarsie kann die Ader in den exakt passenden Adergraben eingelegt werden. Sein handwerkliches Geschick kann der Geigenbauer zeigen, wenn die Spitzen an den Ecken in elegantem Schwung zusammengefügt werden.
Das F- Loch wird ausgesägt & die Wölbung geschabt
Letzte Unebenheiten der Wölbung werden mit einer Ziehlinge beseitigt. Nachdem die Ausarbeitung auf 1/10mm genau herausgearbeitet wurde, können die F-Löcher mit einer Dekopiersäge ausgesägt und anschließend mit dem Schnitzer in Form gebracht werden.
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